Rasen düngen – aber richtig!

Ihr Rasen ist sattgrün, wächst dicht und hat keine kahlen Stellen?

  • Ja! Dann haben Sie Glück. Ihr Rasen ist mit ausreichend Nährstoffen versorgt und braucht keine Düngemittel.
  • Nein! Dann sollten Sie weiterlesen…

Bei jedem Rasenmähen (außer beim Mulchen!) verliert Ihr Rasen wichtige Nährstoffe. Deshalb sollten Sie einen beanspruchten Rasen ab und zu mit Düngemitteln unter die Arme greifen. Das A und O dabei ist:

  • Mehr ist nicht unbedingt besser!
    Zu viel Düngemittel kann Krankheiten oder Insektenbefall fördern.
  • Anweisungen des Herstellers beachten!

Vor allem sandige Rasenflächen und Flächen die starken Niederschlägen ausgesetzt sind verlieren leichter an Nährstoffen. Neben den wichtigsten Grundelementen wie Wasser, Sauerstoff und Kohlendioxid, benötigt der Rasen noch Mineralien wie Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium. Weitere Elemente, die in geringen Mengen benötigt werden sind unter anderem Calcium, Schwefel, Kupfer, Eisen und Zink. In Düngern kommen allerdings (außer in speziellen Spurenelemente-Düngern) normalerweise nur die 4 erstgenannten Elemente Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium zum Einsatz.

Natürliches Düngemittel

Mulchen sorgt dafür, dass Sie Ihren Rasen gar nicht, oder nur selten, chemisch düngen müssen. Die feinen Graspartikel enthalten wichtige Nährstoffe, die als natürliches Düngemittel dienen. Dabei ist es besonders wichtig, dass Sie qualitativ hochwertige Geräte verwenden. Nur wenn das Schnittgut ausreichend zerkleinert wird, gelangt es bis an die Graswurzeln, wo die Nährstoffe optimal aufgenommen werden können. Beim Mulchen empfehlen wir mind. 1x pro Woche den Rasen zu mähen.

Wann und wie oft düngen?

Wann und wie oft Sie düngen sollten hängt von der Art der Nutzung des Rasens ab. Ein wenig strapazierter Zierrasen benötigt maximal 2 Rasendüngungen im Frühjahr und Herbst, wohingegen ein stark strapazierter Spielrasen eventuell auch 4x im Jahr gedüngt werden kann.

Die erste Rasendüngung kann in der Regel zwischen Mitte März und Mitte April erfolgen. Hier werden meist stickstoffbasierte Rasendüngungen vorgenommen um das Graswachstum anzuregen. Ab Mitte Mai bis Mitte Juni kann eine zweite, kaliumbetonte Düngung erfolgen um die Pflanzen gegen sommerliche Trockenheit zu stärken. Im Juli kann eine Gabe von stickstoffbasiertem Langzeitdünger gegeben werden um das Wachstum in den Sommermonaten zu unterstützen und eine letzte Rasendüngung kann Ende August bis Mitte September gegeben werden. Hier bietet sich eine kaliumbetonte Rasendüngung an um die Pflanzen für den Winter stark zu machen.

Am besten sollte in den Abendstunden gedüngt werden, wenn in der Nacht oder dem Morgen danach Niederschläge angekündigt wurden. Es ist wichtig, dass der Dünger nicht auf den Pflanzen liegen bleibt, wenn die Sonne die Gräser erhitzt. So entstehen üble Verbrennungen, die nur durch das Nachwachsen von neuem Gras beseitigt werden können. Sollten die angekündigten Niederschläge ausbleiben, muss notfalls mit dem Gartenschlauch nachgeholfen werden.